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„Der beste Garant für Qualität ist der Zuschauer“: Dr. Tobias Schmid (RTL) hält nichts von „ominösen Qualitätskriterien“

4.05.2011 2 Kommentar

Wenn über die Qualität von Medienangeboten diskutiert wird, kommen Privatsender wie RTL oft nicht gut weg. Mit Formaten wie Scripted Realitys, in denen fiktive Schicksale in das Gewand einer vermeintlich echten Dokumentation gepackt werden, erntet RTL viel Kritik. Die Grenzen zwischen Authentizität und Inszenierung verschwimmen … bleibt da auch die journalistische Qualität auf der Strecke? Dr. Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei der RTL-Gruppe, sieht die Diskussion gelassen. Statt auf „ominöse Qualitätskriterien“ zu schielen, verlässt er sich voll und ganz auf die Quote. Die Zuschauer seien der beste Garant für Qualität. Wie RTL die eigene Qualität definiert und überprüft, was die RTL-Macher zur Kritik an Scripted Realitys sagen und mit welchen Konzepten der Sender auch im Internet zunehmend Geld verdienen will, hat Dr. Tobias Schmid im Interview mit Christian Matthies erklärt.

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2 Kommentar »

  • alex schrieb:

    Wie ist das, wenn der Zuschauer nicht für qualitativen Journalismus sensibilisiert wird? Ist er dann immer noch ein Qualitätsgarant? Gerade bei den neuen Formaten im Fernsehen sehe ich problematische Entwicklungen, weil hier die Sehgewohnheiten langsam verändert werden.

  • Tom schrieb:

    Für mich bleibt die Verwischung zwischen Fiktion und realen Formaten (Doku, Reportage usw.) ein ganz massives Problem. Da kann mir der Schmid auch nicht erzählen, dass RTL sowas ganz engagiert kennzeichnet. Es zeigt sich ja im Netz immer wieder, dass Diskussionen losgehen („Kennst du die Familie, die grad bei RTL läuft? Die müssen irgendwo bei uns in der Stadt wohnen“). Also ob sein Publikum in Teilen nicht vielleicht doch ein bisschen verblödet ist über die letzte Zeit, da bin ich mir nicht so sicher. Und dass teurere Produktionen beim Publikum nachmittags nicht ankommen, ist so glaube ich auch nicht richtig. Das ist wohl eher eine Frage der Rendite: Wenn man auch mit Billigformaten Quote machen kann, warum soll man da teurer produzieren? Der Qualitätsbegriff von Schmid ist auch sehr eindimensional. Alex hat das schon kurz angerissen.

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